Startseite | Epochen & Stile | Puristisch Wohnen mit antiken Möbeln
© contrastwerkstatt / Fotolia.com

Puristisch Wohnen mit antiken Möbeln

« Weniger ist mehr als modernes Wohnkonzept »

Man hört oft von den Menschen, die den absoluten Minimalismus leben. Auf engstem Raum, nur mit dem allernötigsten ausgestattet. Doch wie genau funktioniert dieses puristische Wohnen? Der Grundgedanke ist erst einmal der, sich von unnötigen Dingen im Leben zu trennen. Denn eines scheint klar: Wir besitzen viel zu viele Dinge. 10.000 sollen es in einem durchschnittlichen europäischen Haushalt sein. In den USA dreimal so viele. Der Purismus rümpft pikiert die Nase und erinnert an ein berühmtes Zitat: Was du besitzt, besitzt auch dich. Sich puristisch einzurichten ist jedoch gar nicht so schwer.

Sich von Besitztümern trennen ist gar nicht so schwer

Es erscheint schwer, sich von seinem Besitz zu trennen. Sind die Dinge doch mit Erinnerungen und Emotionen verbunden. Wir hängen nun einmal an unseren Sachen – und doch behindern sie uns oft dabei, ein aufgeräumtes und ordentliches Leben zu führen. Wer einmal erlebt hat, wie positiv sich das Ordnen, Sortieren und Säubern der Umgebung auf den seelischen Zustand auswirkt, weiß was Zufriedenheit im eigenen Zuhause bedeutet. Insofern spiegelt die Umgebung den inneren Zustand sehr gut wieder.

Kleidung aussortieren
© Good Studio / Fotolia.com

Gefällt Ihnen, was sie sehen? Oder gibt es da eindeutig zu viel Gerümpel und Dinge, die nicht mehr gebraucht werden? Wer es einmal geschafft hat und gründlich aussortierte, kann auf die Erfahrung auch in der Zukunft immer wieder zurückgreifen.

So funktioniert Aufräumen nach Marie Kondō

Die Japanerin Marie Kondō macht gerade mit ihren Aufräumtipps Furore – Grund genug, einen Blick auf ihr Konzept zu werfen. Sie empfiehlt, alle Dinge nach Themen zu sortieren, sie dann auf jeweils einen großen Haufen zu legen und auszusortieren.

Minimalismus im Kleiderschrank
© Полина Власова / Fotolia.com

Der psychologische Effekt: Wenn alles aufeinander liegt und sich nicht mehr in Schränken und Schubladen versteckt, sieht man recht gut, wie viele Dinge man hat. Dann gibt man die Sachen weg, die „keine Freude in einem auslösen“ und ordnet den Rest nach einem bestimmten System. Frau Kondo rollt die Kleidung etwa gern und stellt die Rollen dann in Schubladen. So behält man leicht den Überblick über seine Besitztümer.

Anordnung von Kleidungsstuecken nach Marie Kondo
© florence / Fotolia.com

Das Schöne ist: Wenn man sich erst einmal von vielen Dingen getrennt hat, besteht die Möglichkeit, einen ganz neuen Wohnstil zu kreieren. Wenn Sie also keine Lust mehr auf Fransen und Plüsch, grelle Farben und üppige Deko haben, sondern das Auge und den Geist beruhigen wollen, ist puristisch Wohnen Ihr Konzept!

Das steckt hinter dem „puristisch Wohnen“-Trend

Der Minimalismus wurde von amerikanischen Künstlern erfunden. Er beruht auf der Idee, dass alles Überflüssige entfernt wird, um das Auge auf das Wesentliche zu lenken. Das funktioniert in einem Bild, einer Skulptur oder einer Installation ebenso wie in den eigenen vier Wänden. In der Regel sind wir Westeuropäer von vielen Dingen, Möbeln und Dekorationen umgeben.

stehlampe-jona-aus-gebrannter-antiker-bronze

Um puristisch leben zu können, müssen die meisten davon aus dem Raum entfernt werden. Statt vieler Teile gibt es nur dann noch sehr wenige, die dafür absolut hochwertig und stimmig sind. Feinste Materialien, ein optisch überzeugendes Konzept aus Form und Farbe und puristische Möbel, die eine klare Formensprache haben, stehen im Mittelpunkt eines minimalistischen bzw. puristischen Wohnstils.

Die Gestaltung eines puristischen Raumes

Die Grundlage eines gelungenen Konzeptes sind die Wände und der Boden. Hier werden Farben ausgesucht, die edel und klar sind. Natürlich zählt dazu Weiß in all seinen Schattierungen, aber auch Grau, ein tiefes Bordeaux, Karamell oder Beige. Dunkle Wände vermitteln den Eindruck von Eleganz. Durch die wenigen, ausgesuchten Möbel muss man sich keine Gedanken machen, dass ein Zimmer zu klein wirken könnte.

beistelltisch-teak-grau-mit-weissem-gestell

Auch an der Wand und natürlich am Boden können schon exklusive Materialien zum Einsatz kommen. Wer antike Möbel verwenden möchte, wählt etwa einen passenden Holzboden. Es gibt darüber hinaus viele passende Tapeten mit edlen Oberflächen, die einen fantastischen Hintergrund für ausgewählte moderne oder antike Möbel darstellen.

Puristisch einrichten mit antiken Holzmöbeln

Im Purismus geht es darum, sich nur mit dem wichtigstem zu umgeben. Deshalb sollte auf hochwertiges Interieur geachtet werden. Hier sind Möbel aus massivem Holz besonders schön geeignet, denn sie sind langlebig, lebendig und haben eine edle Ausstrahlung. Die hintergründige und sanfte Ausstrahlung eines puristischen Raumes wird durch die lebendige Präsenz der Holzmöbel betont. Doch wie viele Möbelstücke sind beim minimalistisch Wohnen eigentlich erlaubt?

polstersofa-joly-mit-armlehnen

Natürlich gibt es keine festen Regeln – gestalten Sie Ihren Raum so, wie Sie es mögen. Es sollten sich möglichst nur so viele Holzmöbel darin befinden, wie unbedingt nötig sind. Eine Vitrine und ein Sofa, ein Beistelltisch und eine schöne Stehlampe ergeben etwa zusammen ein schönes Wohnkonzept. Dadurch, dass Sie nur noch die wirklich wichtigen Dinge besitzen, werden Sie auch keine Probleme mit dem Platz mehr haben.

Muss man beim minimalistischen Wohnen auf Deko verzichten?

Auch Dekorationen haben einen wichtigen Stellenwert in einem ausgewogenen Konzept vom minimalistischen Wohnen. Sie geben dem Raum Persönlichkeit und einen Hauch Individualität. Allerdings sollten Sie immer nur ausgewählte Teile aufstellen oder anhängen und sie lieber öfter austauschen. So bringen Sie Abwechslung in Ihr Zuhause und behalten dennoch die klare Linie bei.

wand-haengeregal-jan-aus-mangoholz-mit-eisengestell

Ein Tipp noch zum Schluss: Es genügt meist nicht, auszusortieren und aufzuräumen, um dauerhaft glücklich zu sein. Man sollte sich von der unschönen Gewohnheit befreien, ständig Dinge kaufen zu müssen, um gar nicht erst große Mengen anzusammeln, das erleichtert das minimalistische Wohnen.