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Teaköl richtig anwenden

Teakholz ist sehr beliebt und weit verbreitet, das robuste Tropenholz ist besonders witterungsbeständig. Deswegen wird es häufig für Gartenmöbel, im Schiffsbau oder auch für rustikale Bodenbeläge verwendet. Weniger bekannt ist das Teaköl, ein speziell für dieses Holz entwickeltes Pflegeprodukt. Teaköl bringt die Schönheit Ihrer Möbel zur Geltung und sorgt für einen unnachahmlichen Glanz. Erfahren Sie alles über die Zusammensetzung sowie Tipps für die Anwendung von Teaköl als Pflegemittel für Ihre Holzmöbel.

Was genau ist Teaköl? – Bezeichnung und Zusammensetzung

Üblicherweise trägt ein Öl den Namen der Frucht, aus der es gewonnen wurde. Doch Teaköl ist kein Produkt aus dem Teakbaum, sondern für die Pflege des Holzes gedacht, das aus diesem Baum gewonnen wird. Das Öl selbst ist eine Mischung unterschiedlicher Pflanzenöle wie Leinöl, Rizinusöl, Tungöl, Harzen, sowie Stoffen mit imprägnierender Wirkung. So verstärkt Teaköl die Widerstandskraft des robusten Holzes zusätzlich. Je nach Marke unterscheidet sich die Zusammensetzung etwas.

Wodurch zeichnet sich gutes Teaköl aus?

Das Pflegeprodukt Teaköl wird in unterschiedlichen Rezepturen angeboten. Oft ist an den Zusammensetzungen jahrzehntelang gefeilt worden, um die optimale Wirkung zu erzielen. Ein gutes Öl pflegt, schützt das Holz und lässt es strahlen. Sichtbar wird das daran, wie die Oberfläche nach der Behandlung aussieht und wie widerstandsfähig sie gegen Witterungseinflüsse und mechanischen Abrieb ist.

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Ein besonders renommierter Hersteller von Teaköl und ist die Firma Borma. Bereits seit ihrer Gründung im Jahr 1928, entwickelt das Familienunternehmen Produkte zur Pflege und Veredelung von Holz, schon sehr früh spielten dabei der Nachhaltigkeitsgedanke und Umweltschutz eine besondere Rolle. Teak-Öl der Firma Burma ist nicht nur schadstofffrei, sondern auch der Produktionsprozess ist nachhaltig organisiert. Das ist heute leider keine Selbstverständlichkeit bei Möbelwachsen, Lasuren oder sonstigen Holzpflegeprodukten.

Warum sich die Oberflächenbehandlung mit Teaköl lohnt

Es gibt einige gute Gründe, warum es eine gute Idee ist, Möbel oder Terrassendielen mit Teaköl zu behandeln. Teaköl ist vielseitig verwendbar.

Es enthält keine giftigen Stoffe und kann deshalb in Innenräumen und im Außenbereich eingesetzt werden.

Das Öl bietet dem Holz in mehrfacher Hinsicht Schutz: Wenn Ihre Holz- oder Teakmöbel im Garten stehen, müssen sie vor Feuchtigkeit, aber auch vor der Sonne geschützt werden, damit die Oberfläche ihren ursprünglichen Farbton nicht verliert und das Holz keinen Schaden nimmt.

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Im Innenbereich angewendet macht es die Oberfläche resistent gegen Abrieb und Schmutz. Es bildet eine Schicht auf der Holzoberfläche, die verhindert, das Feuchtigkeit eindringt. Auf einem Tisch entstehen so keine Flecken von Kaffee, Tee, Saft oder Wein, wenn etwas verschüttet wurde. Durch die Behandlung mit Holzöl bleiben die Poren der Holzoberfläche offen, denn das Pflegeprodukt dringt tief in das Material ein und bildet nur einen dünnen äußeren Film. Damit kann das Holz atmen und sich ausdehnen und schwinden.

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Das ist ein großer Vorteil im Gegensatz zu Lack oder Farbe, vor allem im Außenbereich. Denn Lack und Farbe blättern bei zu großer Beanspruchung durch die Bewegung des Holzes leicht ab. Mit Teaköl lassen sich so gut wie allen aus Harthölzern gefertigten Möbel, Objekte und Oberflächen behandeln.

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Die Verarbeitung des Produktes bereitet keine Schwierigkeiten. Auch Nachbesserungen sind kein Problem, falls Sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden sind. Während bei Lack und Farbe das Material aufwendig entfernt werden muss, damit man es überstreichen kann, reicht es, bei einer Behandlung mit Öl, die Oberfläche leicht anzuschleifen.

Die Anwendung von Teaköl

Bevor Sie zur Tat schreiten, sollten Sie einige Vorbereitungen treffen. Wichtig ist, dass die Holzoberfläche sauber und glatt ist, ein idealer Zeitpunkt ist es, die Behandlung direkt nach dem Abschleifen der Holzstühle, Tische oder anderer Gartenmöbel vorzunehmen.

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Vor der Anwendung sollten Sie das Holzobjekt mit einem frischen Lappen abwischen. Durch die Feuchtigkeit stehen die feinen Holzfasern auf, das Öl dringt tiefer ein und die Oberfläche fühlt sich bereits nach der ersten Behandlung glatt an. Andernfalls kommt es vor, dass die Oberfläche nach der ersten Behandlung wieder etwas rauer wirkt. Nun noch einmal mit einem sehr feinen Schleifpapier nacharbeiten, um die Fasern zu entfernen. Geölt wird am besten mit einem sauberen Tuch oder einem weichen Pinsel. Dabei muss das Material gleichmäßig aufgetragen werden. Nach einigen Minuten wird der Ölüberschuss auf der Oberfläche mit einem Tuch abgenommen. Nun muss die Oberfläche trocknen.

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Je nach Ölmarke und Hersteller variiert die Trocknungszeit etwas, in der Regel sollten Sie aber vier bis sechs Stunden warten, bevor Sie die nächste Schicht auftragen. Bei der zweiten Anwendung ist erfahrungsgemäß eine kleinere Ölmenge nötig, da das Holz schon etwas gesättigt und nicht mehr so aufnahmefähig ist. Ist die zweite Schicht getrocknet, ist das Holzobjekt gebrauchsfertig. Eine Ausnahme stellen Fußböden und Terrassenbelege, für die gerne Teakholz genutzt wird, dar. Da diese sehr stark beansprucht werden, empfiehlt es sich eine dritte Schicht aufzutragen.

Brauchen Teakholzmöbel wirklich Pflege?

Generell stellt sich die Frage, ob Sie Teakholz pflegen müssen. Das Holz enthält nämlich selbst rückfettende Substanzen und ist äußerst widerstandsfähig, eine Oberflächenbehandlung ist deswegen nicht zwingend erforderlich.

Allerdings wird bei ungeöltem Teakholz die Oberfläche durch die Witterung mit der Zeit silbrig grau. Schon vergrautes Teakholz zu ölen ist eine heikle Sache.

Denn damit das Holz seine schöne, gold-braune Farbe wiedererhält, muss es komplett abgeschliffen werden. Es ist natürlich möglich, vergraute Holzoberflächen nachträglich zu behandeln, die Poren können das Material aber nicht mehr so gut aufnehmen wie eine frische Oberfläche.