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Pinsel streicht über Holz
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Pigmentwachs richtig anwenden

Pigmentwachs ist in der Holzpflege nahezu unverzichtbar. Die Verbindung aus Bienenwachs und Carnauba sorgt für ganz besondere Akzente und schützt die Holzmöbel vor unguten Umwelteinflüssen. Durch die weißen Pigmente entsteht zudem ein angesagter antiker Look. Wer sich für Pigmentwachs entscheidet, der trifft zweifelsohne eine gute Wahl. Allerdings sind einige Dinge zu beachten.

Über die Wichtigkeit von Holzschutz

Der Schutz von Holzoberflächen ist seit jeher von größter Wichtigkeit. Wer seine Möbel regelmäßig pflegt, erhöht ihre Lebensdauer und hat entsprechend mehr Freude an ihnen. Für die Möbelpflege stehen unterschiedliche Optionen zur Verfügung. Möbelwachs hat beispielsweise eine imprägnierende Wirkung, sodass Wasser, Wein oder andere Flüssigkeiten nicht in das Holz eindringen. Dies ist jedoch noch nicht der einzige Vorteil, denn das Wachsen liefert nicht nur praktischen Mehrwert, sondern sorgt zugleich dafür, dass das Holzmöbel in neuem Glanz erstrahlt. Gerade bei Antiquitäten ist es jedoch häufig so, dass man den Objekten mit durchschnittlichen Pflegematerialien den Charme raubt. Zumal sich die Frage stellt, weshalb man überhaupt auf durchschnittliche und synthetische Produkte zurückgreifen sollte, wenn es doch bewährtes Wachs gibt, welches seit Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden für optimale Ergebnisse sorgt. Wer auf ein Produkt eines traditionsreichen Unternehmens mit mannigfaltiger Erfahrung in der Veredelung von Holz zurückgreifen möchte, der ist mit Pflegemitteln aus dem Hause Borma bestens beraten. Schließlich umgeben wir uns nahezu tagtäglich mit unseren Möbeln – es wäre folglich geradezu fahrlässig, sich für den erstbesten Anbieter zu entscheiden, der die Rezeptur womöglich sogar mit aggressiven und synthetischen Bestandteilen ergänzt.

Mann behandelt einen antiken Stuhl mit Pflegemittel
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Was ist Pigmentwachs?

Hochwertiges weißes Borma Pigmentwachs ist mit Bienenwachs und Carnauba angereichert. Das Nebenprodukt der Imker wird in Deutschland und anderen Regionen schon überaus lange für die Holzpflege verwendet. Doch was hat es mit Carnauba auf sich? Dieses Wachs stammt von einer brasilianischen Palme und wurde im Zuge des Überseehandels auch in Europa populär. Ein großer Vorteil von Barnauba ist es, dass der Härtegrad sehr hoch ist. Dies hat zur Folge, dass die Schicht auch bei sehr warmen Temperaturen das Holzmöbel ideal ummantelt. Die Kombination von Bienenwachs und Barnauba gilt als ideal und als Königsprodukt der Holzversiegelung. Die weißen Pigmente wiederum sorgen für zusätzlichen Schutz. Das Holz wird nach dem Wachsen genährt und mit einem antiken Aussehen veredelt. Besonders geeignet ist das Pigmentwachs für Eichen- und Eschenholz, aber auch andere Hölzer profitieren von den optimalen Eigenschaften des Pflegeproduktes.

Pigmentwachs von Borma

Pigmentwachs richtig anwenden

Erfreulicherweise ist die Behandlung eines Möbelstückes auch für Anfänger ohne Schwierigkeiten zu meistern. Allerdings bedeutet dies im Umkehrschluss nicht, dass man nichts falsch machen kann. Wer die richtigen Möbelpflege–Tipps beachtet, der ist jedoch grundsätzlich auf der sicheren Seite. Schritt für Schritt Anleitungen sind besonders einprägsam: die Behandlung mit Pigmentwachs unterteilen wir im Folgenden in fünf unterschiedliche Arbeitsaufträge.

Zunächst ist das Werkstück optimal vorzubereiten. Es sollte großen Wert darauf gelegt werden, dass die Oberfläche komplett frei von Staub, Dreck, Fusseln oder derlei mehr ist. Nachdem das Möbel gründlich gereinigt ist, kann das Produkt mit einem Pinsel aufgetragen werden. Hier ist es wichtig, nicht willkürlich vorzugehen, sondern stets nach Maserrichtung. Häufig kommt es vor, dass die Schicht etwas zu dick ist. In einem dritten Schritt gilt es nun, Wachsüberschüsse mit einem sauberen Tuch zu entfernen. Für perfekte Ergebnisse ist es essentiell, dass das Pflegeprodukt richtig einwirken kann. Hier ist erstens darauf zu achten, dass die Raumtemperatur um die 20 Grad Celsius beträgt, und man desweiteren mindestens 10-20 Minuten Wartezeit verstreichen lässt, ehe man zu Schritt fünf übergeht: die wiederholte Anwendung. Hier kommt die Faustregel zur Anwendung, dass der weiße Farbeffekt umso stärker wird, je häufiger das Pigmentwachs aufgetragen wird. Auch für die Holzpflege und den Schutz ist es ideal, mindestens zweimal zu Wachsen.

Mann trägt Holzwachs mit Pinsel auf
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Traumhaftes Resultat trotz geringen Aufwands

Die Anleitung hat deutlich gemacht, dass es kaum Vorwissen und Materialien benötigt, um das traditionsreiche Produkt zu verarbeiten. Ein Tuch und ein Lappen genügen bereits, um aus einem gewöhnlichen Möbel etwas ganz Besonderes zu zaubern. Das Produkt lässt sich zudem außerordentlich vielseitig anwenden. Es wurde bereits genannt: für die Pflege von Antiquitäten ist es ideal. Doch damit nicht genug. Auch moderne und puristische Holzoberflächen können von den pflegenden Eigenschaften des Pigmentwachses profitieren. Durch die weißen Pigmente entsteht ein leichter Patinaeffekt, der sich nicht zuletzt auch im Shabby Chic Stil großer Beliebtheit erfreut.

Antikwachs, farblos (Bienenwachs mit Carnauba)

Neben der Optik und den schützenden Eigenschaften ist es jedoch auch die gute Verträglichkeit, die für den Einsatz von Pigmentwachs spricht. Die Zusammensetzung der Pigmente aus Bienenwachs und Carnauba gilt als harmonisch und ist genau das Richtige für Menschen, die ein gesundheitlich unbedenkliches Wohnumfeld zu schätzen wissen. Bei besonders giftigen Lacken kann es sogar der Fall sein, dass die Möbel über Jahre hinweg gesundheitlich bedenkliche Stoffe in die Raumluft bringen – nicht so bei Borma Wachs, welches mit natürlichen Pigmenten versehen ist. Dieses ist nicht nur für das Holz gut, sondern auch für den Menschen unbedenklich. Es lohnt sich definitiv, dass ein oder andere antike Holzmöbel aus seinem Dornröschenschlaf zu erwecken, denn es ist erstaunlich, wie sich der Look eines Möbels innerhalb kürzester Zeit zum Positiven verändern kann.