Startseite | Maßanfertigung & Restauration | Was ist die FSC Zertifizierung?
© ferkelraggae / Fotolia.com

Was ist die FSC Zertifizierung?

« Alle wichtigen Informationen im Überblick »

Nur eine Holz Zertifizierung gibt Verbrauchern die Sicherheit, Hölzer aus nachhaltiger Bewirtschaftung zu erwerben. Die FSC Zertifizierung hat die strengsten Vorgaben der Welt und kontrolliert die gesamte Kette vom Baum bis zum Endprodukt. Das bedeutet Transparenz für den Verbraucher und eine gesicherte Zukunft für die Wälder.

Hochwertige Möbel aus hochwertigem Holz

Wohnen mit dem natürlichen Werkstoff Holz liegt absolut im Trend. Immer mehr Kunden entscheiden sich für hochwertige Möbel aus massivem Holz. Diese gelten als Anschaffung „fürs Leben“, denn solche Möbelstücke werden mit der Zeit immer schöner.

Gibt es doch einmal störende Alltagsspuren, genügt das Abschleifen und Ölen, und das Möbel erstrahlt in neuem Glanz.

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, dennoch ist seine Verwendung nicht unproblematisch. Wir alle haben die Bilder von riesigen, gerodeten Waldflächen vor Augen, bei denen die vormals dort lebenden Tiere verzweifelt und heimatlos zurückbleiben. Es ist klar: Nur ein verantwortungsvoller, nachhaltiger Umgang kann den Lebens- und Nutzraum Wald erhalten. Aus diesem Grund wurde der FSC, der Forest Stewardship Council gegründet.

Waldrodung
© Thomas Otto / Fotolia.com

Forest Stewardship Council kurz FSC

Der Umweltgipfel in Rio 1993 brachte es ans Licht: Die Wälder sind in großer Gefahr und müssen geschützt werden. Auf der Suche nach Lösungen wurde der Forest Stewardship Council gegründet, dessen erste Aufgabe es war, bestimmte Prinzipien festzulegen, die den dauerhaften Schutz der Wälder mit ihrer Nutzung vereinen können. Die Aufgabe dieser Prinzipien sollte sein, zu ermöglichen, dass der Wald als Holzlieferant dennoch seine ökologischen Aufgaben weiterhin wahrnehmen kann, dass vom Aussterben bedrohte Lebensformen, Tiere und Pflanzen, geschützt werden und dass die Rechte von Ureinwohnern und ebenso die der Waldarbeiter geschützt werden.

Waldsterben
© pusteflower9024 / Fotolia.com

Die FSC Zertifizierung ist dabei ein wirtschaftlicher Anreiz für Verantwortliche, sich diesen Prinzipien zu unterwerfen. Er agiert weltweit. Natürlich ist ein Wald, der eine Zertifizierung bekommen hat, kein unberührtes Stück Natur, sondern seine Ressourcen werden vom Menschen genutzt. Das geschieht jedoch in einer Weise, die sein wichtiges Dasein als Ökosystem dauerhaft erhält. Der gemeinnützige Verband legt bei seiner Arbeit größten Wert auf Transparenz und Gleichberechtigung. So müssen sich seine drei Kammern bei Beschlüssen einig sein, sie können sich nicht gegenseitig überstimmen. Zudem werden zertifizierte Betriebe laufend überprüft. Die Ergebnisse werden öffentlich gemacht.

Verbraucher haben durch die Zertifizierung die Möglichkeit, nachhaltig und umweltbewusst einzukaufen, und zwar vom Papier bis hin zu Holzmöbeln.

Die strengen Prinzipien des FSC

Prinzip 1: Die Gesetze des Landes und die FSC-Prinzipien müssen eingehalten werden

Der Wald wird so bewirtschaftet, dass dabei die relevanten Gesetze des Landes erfüllt werden, das gleiche gilt für internationale Abkommen, die von Relevanz sind. Zudem müssen die Prinzipien und Kriterien des FSC eingehalten werden.

Prinzip 2: Wem gehört der Wald, wer ist verantwortlich?

Es muss genau definiert, rechtlich verankert und schriftlich fixiert werden, wem der Wald gehört, wer Nutzungsrechte beanspruchen kann und wie die Verantwortlichkeiten verteilt sind. Eine illegale Nutzung ist somit ausgeschlossen.

Prinzip 3: Die Rechte indigener Völker

Angesiedelte Völker haben eigene Rechte am Wald und dürfen ihn nutzen und bewirtschaften. Diese Rechte müssen anerkannt und geschützt werden. Das Vertreiben von Menschen, um den Wald nutzen zu können, ist nicht erlaubt.

Familie unternimmt einen Spaziergang im herbstlichen Wald
© Halfpoint / Fotolia.com

Prinzip 4: Die lokale Bevölkerung und die Rechte der Arbeitnehmer

Die lokale Bevölkerung darf durch die Bewirtschaftung sozial und ökonomisch nicht eingeschränkt werden, sondern ihre Lebensumstände sollen sich im optimalen Fall verbessern. Das Gleiche gilt für die im Wald Beschäftigten. Die Ausbeutung von Arbeitern führt zum Entzug der FSC Zertifizierung.

Prinzip 5: Der Nutzen des Waldes

Die Bewirtschaftung des Waldes soll ökologische und soziale Vorteile mit sich bringen. Die langfristige wirtschaftliche Tragbarkeit ist ein weiterer, wichtiger Faktor.

Prinzip 6: Die Auswirkungen der Waldbewirtschaftung auf die Umwelt

Der Wald muss trotz seiner Bewirtschaftung unversehrt bleiben. Seine Landschaften und Ökosysteme müssen erhalten werden, ebenso die biologische Vielfalt und die damit verbundenen Werte. Auf die Wasserressourcen wird besonderes Augenmerk gelegt.

Der Wald muss unversehrt bleiben
© John Smith / Fotolia.com

Prinzip 7: Ein angemessener Bewirtschaftungsplan

Es muss ein Bewirtschaftungsplan erstellt werden, welcher der Betriebsgröße und der Intensität der Bewirtschaftung des Forstbetriebes angemessen ist. Darin müssen die langfristigen Ziele ebenso festgelegt werden wie die Mittel zu ihrer Verwirklichung.

Prinzip 8: Regelmäßige Kontrollen gehören zum Standard

Die Einhaltung der festgelegten Ziele soll dokumentiert und bewertet werden. Das betrifft die Entnahme von Holz, die Handels- und Verwertungskette und die ökologischen und sozialen Auswirkungen.

Prinzip 9: Der Umgang mit Wäldern mit hohem Schutzwert

Wälder mit einem hohen Schutzwert sollen erhalten und ihre schützenswerten Merkmale sollen nach Möglichkeit vermehrt werden.

Person haelt Hand schuetzend ueber Baum
© lassedesignen / Fotolia.com

Prinzip 10: Die Nutzung von Plantagen

Plantagen können den Druck auf Naturwälder verringern und sollen deren Nutzung ergänzen, wenn dabei soziale und ökonomische Vorteile entstehen. Bei der Bewirtschaftung von Plantagen sind die Kriterien 1-9 ebenso anzuwenden.

Die FSC Zertifizierung – der Nutzen für den Verbraucher

Umweltbewusste Verbraucher haben durch den FSC, der auch einen Sitz in Deutschland hat, endlich die Möglichkeit, beim Thema Holz auf Nummer sicher zu gehen. Es gibt jedoch eine weitere Möglichkeit, sich mit hochwertigen Landhausmöbeln oder Vintagemöbeln zu umgeben und dabei ökologisch sauber zu agieren: Indem man zu Stücken aus Recycling oder Upcycling oder zu antiken Möbeln greift.

original-recyceltes-fischerboot-aus-bali-gruen-weinregal original-recyceltes-fischerboot-aus-bali-rot-weinregal

Aus einem Stück Treibholz oder einem alten Fischerboot kann ein einzigartiges Möbelstück werden, für das kein Baum sein Leben lassen musste. Die Aufbereitung antiker Möbel verlängert deren Nutzungsdauer immens und ist ebenso gut für Individualisten geeignet, die auf der Suche nach geschmackvollen Einzelstücken sind.

original-recyceltes-fischerboot-aus-bali-gelb-rot-regal original-recyceltes-fischerboot-aus-bali-gruen-regal

In jedem Fall gilt: Augen auf beim Holzkauf!