Frau behandelt eine Gartenbank mit Holzwachs
© Ingo Bartussek - stock.adobe.com

Gartenmöbel überwintern

« Wie das Mobiliar für Draußen auch nach einigen Jahren noch gut aussieht »

Die Bäume fallen vom Laub und das Thermometer sinkt unaufhörlich: die kalte Jahreszeit naht. Dies bedeutet, dass es allerhöchste Zeit wird, sich um das Überwintern der Gartenmöbel zu kümmern. Schließlich möchte man mehr als nur eine Saison das Gefühl haben, dass die Gartenstühle und der Gartentisch gepflegt aussehen. Damit die Möbel auch noch nächstes Jahr in vollem Glanz erstrahlen, gilt es, bestimmte Tipps rund um die Möbelpflege zu beachten.

Auf die Materialwahl kommt es an…

Der erste und zugleich wichtigste Schritt ist es, zu prüfen, aus welchem Material die Gartenmöbel sind. Es gibt nämlich winterfeste Hölzer, bzw. Materialien und solche, die weitaus anfälliger gegenüber den Witterungen sind. Hier gilt die Faustregal, dass nicht jedes Holz gleichbehandelt wird, und dass es auch unterschiedliche Metall-Konstruktionen gibt. Zudem macht es einen Unterschied, ob das Holzmöbel unbehandelt oder behandelt ist – doch eines nach dem anderen…

Gartenmöbel aus Teak überwintern im Schnee
© Paul Maguire – stopck.adobe.com

Gartenmöbel überwintern: die Unterschiede der Holzarten

Teakholz ist ein äußerst robustes Holz. Da Teak Wind und Wetter trotzt, wird es schon seit Jahrhunderten in der Schifffahrt verwendet. Aufgrund dieser Materialeigenschaft ist es geradezu perfekt dafür geeignet, bei einem Gartentisch oder einem anderen Objekt für den Außenbereich Verwendung zu finden. Teakholz ist so dicht und vor allem von Haus aus ölhaltig, weswegen Feuchtigkeit keine Chance hat, einzudringen. Nichts desto trotz kann sich die Optik der Oberfläche durch die Witterung verändern.

Aus diesem Grund lohnt es sich, das Teakmöbel mit einem speziellen Holzöl für Teak einzureiben. Dadurch wird der Schutzfaktor nochmals erhöht, wodurch man bei guter Pflege mehrere Jahrzehnte eine Freude an den schönen Möbeln haben kann. Wer Gartenmöbel überwintern möchte und im Besitz von Teakmöbeln ist, der kann sich glücklich schätzen: denn Gartenstühle und Tische daraus können schlichtweg im Außenbereich bleiben. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der kann die geölten Oberflächen beispielsweise mit einer Folie abdecken. Ähnlich empfehlenswert wie Teak sind nur Robinie und mit Abstrichen Bangkirei, Iroko oder Eiche.

         Teak Öl   Hart Möbelöl

Möbelpflege bei empfindlicheren Holzarten äußerst wichtig

Etwas aufwendiger gestaltet sich das Überwintern bei anderen Hölzern. Allerdings steht fest, dass sich der Aufwand mehr als lohnt, beziehungsweise eine Notwendigkeit ist – schließlich möchte man nicht jeden Frühling neue Gartenmöbel kaufen. Möbel aus lackierten heimischen Hölzern wie beispielsweise Fichte, Lärche oder Buche gelten als weniger resistent. Hier sollte man nicht nachlässig sein. Da es sich hierbei nicht um winterfeste Möbel handelt, empfehlen wir in der kalten Jahreszeit die Lagerung im Innenbereich. Denkbar ist ein trockener Keller oder auch ein Gartenschuppen. Es ist wichtig, dass die Möbel möglichst selten der direkten Sonne ausgesetzt sind, da dies unter anderem zu Spannungsrissen führen könnte. Zudem ist es von Vorteil, wenn sich die Temperaturschwankungen in Grenzen halten. Vor dem Überwintern in einer Räumlichkeit sollte großen Wert darauf gelegt werden, dass die Holzmöbel komplett trocken sind.

Möbel im Haus mit Laken gechützt
© akulamatiau – stock.adobe.com

Vor dem Einlagern empfiehlt es sich, die Oberfläche entweder mit Holzöl oder Holzwachs zu behandeln. Dadurch kann sichergestellt werden, dass die Wintermonate den erlesenen Stücken nichts anhaben. Hierfür gibt es unterschiedliches Wachs, entweder empfiehlt sich farbloses Wachs oder spezielles Holzwachs, welches mit weißen Pigmenten angereichert ist. Wer Gartenmöbel überwintern möchte, der kann sich ruhigen Gewissens entscheiden: die Imprägnierung ist bei beiden Varianten gewährleistet, es ist folglich nur eine Frage des persönlichen Geschmacks. Wer allerdings gar keine Möbelpflege betreibt, der läuft Gefahr, dass sich die Haltbarkeit der Holzmöbel drastisch reduziert.

Gartentisch wird mit Pinsel eingeölt
© fotoknips – stock.adobe.com

Gartentisch und Gartenstühle richtig behandeln, wenn der Frühling wieder Einzug hält

Die optimale Vorbereitung für den Winter ist das Eine. Doch was nach dem Überwintern? Was wenn der Schnee schmilzt und die Temperaturen wieder hoch genug sind, dass man es sich im Garten gemütlich machen kann? Im Frühling bietet es sich ebenfalls wieder an, die Gartenmöbel mit Holzöl und Holzwachs auf Vordermann zu bringen. Dadurch wird die wasserabweisende Schicht aufgefrischt. Vor allem dann, wenn es sich nicht um winterfeste Hölzer, sondern um empfindlichere handelt, wird dieser Schritt unbedingt empfohlen. Schließlich soll ein verregneter April oder das ein oder andere Sommergewitter nicht an der Optik der Möbel nagen.

 Antikwachs farblos (Bienenwachs mit Carnauba)     Liming Wachs (Pigmentwachs)

Wie verhält es sich bei Metall?

Ähnlich wie bei Holz gibt es auch bei Metall große Unterschiede. Möbel aus Guss- oder Schmiedeeisen gelten als besonders rost-anfällig. Selbst wenn eine Behandlung mit Frostschutzmitteln erfolgt ist, ist es sinnvoll, die Gartentische und Stühle im Trockenen zu überwintern. Allerdings gilt hier, wie auch bei anderen Materialien, sollte doch einmal ein kleiner Schaden entstanden sein, dann ist dies kein Beinbruch. Etwas natürliche Patina tut der Optik keinen Abbruch, im Gegenteil. Problematisch wird es erst dann, wenn der Rost oder Risse die Funktionalität beeinträchtigen.

Möbel aus Aluminium oder Edelstahl sind dagegen weitaus pflegeleichter, da hier allenfalls an den Nietstellen Rost ansetzen kann. Überwintern im Freien ist hier definitiv möglich.

2 Gartenstühle und ein Gartentisch aus Metall
© julia700702 – stock.adobe.com

Gartenmöbel überwintern: ein Aufwand von wenigen Minuten, der sich lohnt

Insgesamt ist die notwendige Arbeitszeit je nach Holzart überschaubar. Das Aufwand-Nutzen-Verhältnis legt eine pflegliche Behandlung nah. Wie dargestellt, sind je nach Material andere Schritte notwendig. Teakholz-Möbel sind besonders resistent und können deshalb auch im Freien überwintert werden. Damit sich die Oberfläche nicht von der Sonne verfärbt, kann es dennoch sinnvoll sein, die Objekte abzudecken – dies ist aber kein Muss und nur eine ästhetische Frage. Um das ohnehin schon strapazierfähige Material noch resistenter zu machen, hat sich spezielles Teak-Öl bewährt. Für heimische Hölzer gibt es Holzöl und Holzwachs im Angebot, das die Witterungs-Resistenz der ansonsten anfälligen Hölzer erhöht. Wer dieses verwendet, der bringt die Stücke nicht nur unbeschadet über den Winter, sondern kann auch sicher sein, dass die Gartenmöbel in den Sommermonaten gut geschützt sind.