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Was ist Teakholz?

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Teak (botanisch: Tectona grandis) ist als ein sehr robustes Tropenholz, das durch seinen hohen Ölgehalt mühelos den verschiedensten Witterungen standhält, bekannt. Es hat eine wunderschöne Maserung und begeistert mit einer natürlichen, rustikalen und doch modern wirkenden Optik. Teak gehört zur Familie der Lippenblütler und ist eines der wenigen Harthölzer, das traditionell sowohl im Innen- als auch im Außenbereich eingesetzt wird. Aufgrund seiner besonderen Dauerhaftigkeit zählt es heute zu den beliebtesten Materialien für exklusive Möbel. Wir haben uns dieses ganz besondere Holz genauer angeschaut und stellen Ihnen diese einzigartige Holzsorte genauer vor.

Woher kommt Teakholz?

Teak ist eines der begehrtesten und hochwertigsten Hölzer, das für die Fertigung von Möbeln eingesetzt wird. Es stammt aus den Mischwäldern Indiens, Myanmars und Thailands und kann eindrucksvolle 50 Meter hoch wachsen, wobei es einen Umfang von bis zu einem Meter erreicht. Da es so begehrt ist, wird es heute auch in Pakistan, Vietnam und Kambodscha angebaut und in den tropischen Regionen Westafrikas und Südamerikas kultiviert. Die überragende Lebensdauer des Werkstoffs von bis zu 100 Jahren macht dieses Hartholz so ideal für den Einsatz im Außenbereich. Seine extrem hohe Dichte, die durch den langsamen Wuchs entsteht, prädestinierte es früher für den Einsatz im Schiffbau. Heute gilt Myanmar-Teak (früher: Burma-Teak) als das hochwertigste, da die Bäume dort besonders langsam wachsen. Plantagen-Teak aus Afrika oder Südamerika ist schneller gewachsen und daher oft weniger dicht.

Teakholz
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Teak wird in der heutigen Zeit neben der Möbelindustrie auch als attraktiver und robuster Fußboden verarbeitet. Diese Anwendungsbeispiele zeigen schon, dass es dem Einsatz im Garten oder auf der Terrasse spielend gewachsen ist. Es enthält mehr Öl und Harz als viele andere Hölzer, behält nach der Verarbeitung seine Form und kann daher sogar an die nachfolgende Generation weitergegeben werden – Holzmöbel aus diesem edlen Werkstoff sind eine Investition in die Zukunft! Besonders beliebt ist das Holz als Gartenbank, Terrassentisch oder Decking, da es Regen, Sonne und Frost besser widersteht als viele andere Harthölzer. Manche Teakmöbel werden sogar ungeschützt ganzjährig draußen genutzt. Richtig verarbeitetes Kernholz kann über Jahrzehnte stabil bleiben.

Wie wird Teakholz gezüchtet?

Der Teakbaum ist optimal für die Zucht in Plantagen geeignet, da seine Robustheit nicht erst mit der Verarbeitung seines Holzes beginnt. Er ist resistent gegen viele Krankheiten sowie Würmern und lässt sich selten von Pilzen beeindrucken. Dieser mächtige Baum wächst langsam, aber zielstrebig und benötigt wenig Pflege, was den massenhaften Anbau erleichtert. Aus Sicht der Forstwirtschaft bedeutet das: Was ist Teakholz im Plantagenanbau? Es ist ein Baum, der mit vergleichsweise geringem Pflegeaufwand kultivierbar ist und schon nach 20–30 Jahren wirtschaftlich genutzt werden kann. Allerdings gilt: Je länger das Hartholz wachsen darf, desto dichter und hochwertiger wird es.

Teakbaeume
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Aus umwelttechnischer Sicht sind Holzmöbel oder andere Produkte aus Teak ein wenig kritisch zu betrachten, denn das Hartholz hat in der Regel einen langen Weg hinter sich, bevor es in unseren Gärten oder in unseren Häusern seinen Platz findet. Das wird jedoch dadurch wettgemacht, dass es sich um ein sehr robustes Holz handelt, das demzufolge lange im Einsatz bleiben kann. Es gibt auch Möbelstücke aus Teakholz, die ein Öko-Siegel wie das „FSC“ (Forest Stewardship Council) tragen. Hier wird ein nachhaltiger Anbau garantiert, was die Umweltbilanz des begehrten und attraktiven Holzes verbessert. Auf diese Zertifikate sollte beim Kauf von Teakmöbeln geachtet werden. Die Frage „Was ist Teakholz aus nachhaltiger Sicht?“ lässt sich so beantworten: Es ist ein wertvoller Rohstoff, dessen ökologische Bilanz stark von Herkunft und Zertifizierung abhängt. FSC- oder PEFC-Siegel zeigen an, dass das Holz aus verantwortungsvoller Forstwirtschaft stammt. Recyceltes Teak aus alten Booten oder Häusern gilt als besonders nachhaltig, da kein neuer Baum gefällt werden muss.

Die Teakholz Eigenschaften – was macht dieses Hartholz so faszinierend?

Wer die Oberfläche dieses Holzes berührt, wird sogleich feststellen, dass die Oberfläche leicht ölig ist. Das kommt vom hohen Kautschukgehalt. Dieser macht Teakbaumholz übrigens so resistent gegenüber vielen natürlichen Einflüssen und bestimmt seine hohe Qualität. Der Härtegrad ist ähnlich wie der von Eichenholz, jedoch deutlich leichter und kann leichter transportiert werden. Zu den besonderen Eigenschaften von Teakholz gehört, dass das Hartholz natürliche Öl- und Wachs-Extraktstoffe enthält. Diese verleihen ihm die typische „ölig-glatte“ Oberfläche, machen es wasserabweisend und schützen vor Pilzen und Insekten. Mit einer Dichte von 0,65–0,75 g/cm³ ist es härteähnlich zur Eiche, dabei aber leichter und damit einfacher zu transportieren und zu verarbeiten.

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Seine charakteristische Farbe ist ein warmes, goldenes Braun, die von seiner ausgeprägten Strukturierung mit feinen, dunkelbraunen Streifen noch unterstrichen wird. Wer diese Farbe und Optik erhalten will, muss seine Möbel aus Teakholz regelmäßig pflegen und ölen. Ansonsten bildet sich eine dünne graue oder silberne Patina, die allerdings die Lebensdauer nicht beeinflusst. Sie ist bei den Liebhabern dieses Holzes begehrt und wird nicht als Makel, sondern als Schönheitsmerkmal betrachtet. Die Patina ist ein gutes Beispiel dafür, was Teakholz einzigartig macht: Es verändert sein Erscheinungsbild, ohne an Stabilität zu verlieren. Während geöltes Holz warm und golden wirkt, erhält unbehandeltes Teakholz eine silbergraue Oberfläche, die in moderner Architektur und im Outdoor-Design oft sogar bevorzugt wird.

Die Eigenschaften von Teakholz im Überblick

Die vielen Vorteile dieses Holzes machen es so beliebt.

Wir haben Sie hier zusammengefasst:

  • Resistent gegen Schädlinge, Pilze und Krankheiten
  • Sehr dicht und hart, ähnlich wie Eichenholz, aber leichter
  • Widersteht Sonne, Regen, Schnee und Frost
  • Schwer entflammbar
  • Säure kann diesem Holz kaum etwas anhaben
  • Es handelt sich um ein robustes Holz mit einer Lebensdauer von über 100 Jahren
  • Verzieht sich kaum, auch wenn es draußen steht
  • Man hat selbst in der Hand, welche Optik man bevorzugt: geölt oder mit einer natürlich Patina

Möbel aus Teakholz: strapazierfähig, dauerhaft und von exklusiver Optik

Die Langlebigkeit und Widerstandsfähigkeit des Hartholzes gegen äußere Einflüsse macht dieses Material für die Herstellung exklusiver Gartenmöbel einfach ideal geeignet.

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Als Gartenbank oder ausladender Tisch, als Zierleisten oder Paneele, als Bodenbelag oder Liegestuhl – Teak macht immer eine gute Figur. Es verzieht sich kaum und kann dadurch auch als Rahmen für Fenster und Türen eingesetzt werden. Auch im Boots- oder Konstruktionsbau leistet das robuste Hartholz die besten Dienste. Wer wissen möchte, was ist Teakholz in der Anwendung: Es ist ein Alleskönner. Vom klassischen Deckholz auf Yachten über exklusive Gartenlounges bis hin zu Parkettböden im Innenraum zeigt es seine Vielseitigkeit. Besonders im Außenbereich ist das Hartholz fast konkurrenzlos, weil es Frost, Sonne und Regen übersteht, ohne sich nennenswert zu verziehen.

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Die besten Teakhölzer sind aber jene, die am längsten gewachsen sind. Je älter ein Baum werden darf, umso größer ist seine Stabilität. Nach 30 Jahren beginnen diese Bäume jedoch langsamer zu wachsen und werden dann aus wirtschaftlichen Gründen häufig schon abgeholzt. Nach weiteren 20 bis 50 Jahren haben die Hölzer jedoch eine noch bessere Qualität. Der Konsument kann hier zwischen verschiedenen Qualitätsstufen wählen, A, B und C. Diese machen Angaben über Härte, Färbung und Haltbarkeit des Hartholzes.

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Hölzer der Qualitätsstufe A sind honigfarben und haben alle genannten, positiven Eigenschaften. Hier finden sich vereinzelt noch rötliche Nuancen. Es handelt sich oft um das Kernholz eines Teakbaumes, das noch vom Schwachholz oder Splint umgeben ist. Das Schwachholz entspricht der Qualitätsstufe C. Es ist heller, weniger ölig und weniger stabil. Hölzer mit der Auszeichnung B liegen dazwischen, sie sind sehr dicht, aber häufig mit dunklen, fast schwarzen Verfärbungen versetzt. A-Teak (Kernholz) gilt als erste Wahl für Outdoor-Möbel und Bootsbau. B-Teak ist günstiger, zeigt aber teils unregelmäßige Färbungen. C-Teak (Splintholz) ist deutlich weniger beständig und daher nur für dekorative oder Innenanwendungen empfehlenswert.

Möbel aus Teak pflegen

Die Pflege Ihrer Holzmöbel aus Teakholz ist denkbar einfach. Wischen Sie zu Beginn der Gartensaison das Holz mit einem feuchten Tuch ab und tragen Sie ein spezielles Pflegeöl auf, wenn Sie die silberne Patina nicht wünschen. Das Öl schützt auch vor der Bildung von Moos, das durch den Kontakt mit Regenwasser entstehen kann.

Teakmoebelpflege mit Oel
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Zudem müssen Sie die Möbel auf den Winter vorbereiten. Reinigen Sie sie mit einer Wurzelbürste und warmem Wasser und ölen Sie sie erneut ein. Gut abgedeckt warten Sie dann auf die neue Saison. Sie können die Möbel aus Teak jedoch auch ungeschützt draußen überwintern lassen – das Hartholz wird die Temperaturschwankungen mühelos überstehen, ohne sich zu verziehen oder zu reißen. Wichtig ist, atmungsaktive Abdeckungen zu verwenden und Staunässe zu vermeiden. Teak kann zwar draußen überwintern, doch wer die Optik bewahren will, sollte regelmäßig reinigen und ölen. Damit bleibt klar: Was ist Teakholz? Ein Material, das selbst unter Extrembedingungen zuverlässig seine Qualität behält.