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Hartöl für Holz richtig anwenden

Hartöl ist in der Möbelpflege nicht mehr wegzudenken. Das Öl besticht durch zahlreiche Vorteile. Es ist einfach in der Anwendung und sorgt im Nu dafür, dass das Holz in neuem Glanz erstrahlt. Die Oberfläche wird nicht nur veredelt, sondern zugleich auch mit einer Schutzschicht ummantelt, sodass Kratzer und Wasserflecken gar nicht erst entstehen.

Lange Freude an tollen Möbeln

Es liegt auf der Hand: wer tolle Möbel in seinen eigenen vier Wänden hat, der möchte auch möglichst lange Freude an diesen Stücken haben. Schließlich ist es gerade ein Vorteil von Holzmöbeln, dass man diese jahrzehntelang nutzen kann. Dies liegt nicht zuletzt an der hochwertigen Arbeit und an der Robustheit des Materials.

Wer sich dazu entschieden hat, Holzmöbel zu pflegen – was weniger Zeit in Anspruch nimmt als viele glauben – kann die Möbelstücke über Generationen hinweg vererben. Derartige Möbel überzeugen also nicht nur durch eine angesagte und ansprechende Optik, sondern sind zudem ein Statement gegen minderwertige Massenware mit einer schlechten Ökobilanz.

Lange Freude an tollen Moebeln
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Doch wie behandelt man die Oberfläche, sodass selbst Laien perfekte Ergebnisse erzielen können? Genau hier kommt Hartöl ins Spiel. In diesem Beitrag wird erklärt, was dieses Holzöl überhaupt ist, worauf man beim Kauf achten sollte und was es beim Ölen alles zu beachten gilt.

Hartöl für Holz – Charakteristika und Vorteile

Die Grundlage von Hartöl sind natürliche Harze und Öle ohne synthetische Bindemittel. Dadurch ist es auch perfekt für den Innenbereich geeignet. Das Öl dringt tief in das Holz ein und härtet die Oberfläche im wahrsten Sinne des Wortes aus. Dies sorgt dafür, dass das Holz strapazierfähig und wasserabweisend wird.

Oft ist es so, dass die Hölzer zwar wunderschöne Maserungen haben, diese jedoch nur unzureichend zur Geltung kommen.

Genau hier kommt ein weiterer Vorteil des Öles zum Tragen: das Holz wird angefeuert, was bedeutet, dass die natürliche Schönheit der Oberfläche noch viel deutlicher sichtbar wird. Nicht selten wird so aus einem schlichten Möbelstück eine wahre Augenweide.

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Hartöl für Holz ist nicht zuletzt deshalb so begehrt, weil es sich bei diesem Produkt um einen wahren Alleskönner handelt. Man kann zwar unter anderem Holzmöbel ölen, doch damit noch nicht genug. Auch für Tonfliesen, Holzfußböden, Treppen und derlei mehr ist das Holzöl perfekt geeignet. Allerdings gilt es, gewisse Dinge zu beachten.

Nicht für das Erstbeste entscheiden

Wie bei fast allen Dingen ist es vorteilhaft, wenn man auf qualitativ hochwertige Produkte zurückgreift. So auch bei der Möbelpflege. Das traditionsreiche Familienunternehmen Borma, welches im Jahr 1928 gegründet wurde, steht für bewährte Rezepturen, mit denen optimale Ergebnisse erzielt werden können.

Erfreulicherweise sind die Borma-Produkte trotz der hohen Qualität sehr erschwinglich und auch leicht anzuwenden: insbesondere dann, wenn man die wichtigsten Tipps rund um die Restauration von Möbeln befolgt. Auf diese werden wir nun eingehen!

Hartöl auf Holz auftragen – das gilt es zu beachten

Um das Hartöl aufzutragen, benötigt man nicht viel. Neben dem entsprechenden Öl ist nur ein weicher Pinsel oder sauberer Baumwoll-Lappen vonnöten. Für die Vorarbeit ist es in den meisten Fällen ratsam, die Oberfläche zu schleifen. Beim Prozess des Schleifens hat es sich bewährt, mit unterschiedlichen Körnungen zu arbeiten.

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Zunächst wird etwas gröberes Schleifpapier verwendet, beispielsweise mit einer 80er Körnung. Um besonders feine Ergebnisse zu erzielen, sollte man gegen Ende mit einer 240er Körnung arbeiten. Sind diese Schritte vollzogen, kann es weitergehen.

Die Holzmöbel-Pflege beginnt mit dem Entstauben der Oberfläche.

So weit, so gut. Jetzt kann das Hartöl aufgetragen werden. Hier muss man keineswegs geizen, im Gegenteil. Ein dicker Auftrag ist vorteilhaft. Dies führt dazu, dass unmittelbar eine glänzende Schicht auf der Holzoberfläche entsteht.

Gut Ding will Weile haben

Nachdem das Möbel mit der ersten Schicht benetzt ist, gilt es zu warten. Das ist die perfekte Gelegenheit, um bei einem Kaffee neue Kraft zu tanken. Nach etwa 30 Minuten sollten sich in der Regel erste matte Stellen bilden. Nun kann das überstehende und nicht eingezogene Hartöl abgewischt werden. Hierbei ist unbedingt darauf zu achten, dass der Lappen sauber und saugfähig ist.

Wer ein altes T-Shirt aus feiner Baumwolle zur Hand hat, der könnte hiermit beispielsweise ideale Ergebnisse erzielen. Bei diesem Prozess ist es zudem wichtig, von Zeit zu Zeit den Lappen zu wechseln, da nur dann gewährleistet werden kann, dass das Holzöl auch tatsächlich aufgenommen wird.

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Nach dem Ölen und dem gleichmäßigen Abtrag wird man mit einem tollen Anblick belohnt: das Holzmöbel strahlt seidenmatt! Trotz der eventuellen Euphorie ist es nun notwendig, sich nochmals in Geduld zu üben. Dies liegt daran, dass das Möbelöl noch etwa 12-24 Stunden trocknen muss. Danach ist die Pflege theoretisch erfolgreich gemeistert. Das Objekt, vielleicht sogar ein antikes Möbel, kann nun wieder benutzt werden. Es ist nun vor Umwelteinwirkungen weitaus besser geschützt und zudem optisch aufgefrischt.

Zweiter Auftrag keine Pflicht, nur die Kür

Je nach persönlicher Vorliebe kann man die beschriebenen Schritte nochmals wiederholen. Es liegt auf der Hand, dass man die Oberfläche nicht noch einmal schleifen muss – allenfalls mit feiner Stahlwolle. Zudem benötigt man im Falle einer zweiten Schicht weniger Hartöl für das Holz. Fest steht jedenfalls, dass die aufgezeigte Methode einfach zu bewerkstelligen ist, jedoch trotzdem erstaunliche Resultate zu Tage fördert. Manch einer wird vielleicht sogar glauben, dass das Möbel komplett neu ist. Hartöl sorgt dafür, dass das Holz angefeuert und geschützt und die natürliche Schönheit der Oberfläche besser sichtbar wird.